INR

Synonyme
Quick, TPZ, Thromboplastinzeit, Prothrombinzeit
Material
Citratblut 3 ml
Pranalytik
Blutentnahme mit möglichst kurzer Stauzeit, Citratröhrchen unbedingt korrekt befüllt abnehmen, Röhrchen sofort nach Abnahme vorsichtig schwenken und drehen
Probenbearbeitung Lagerung Transport
Für längere Lagerung Citratblut zentrifugieren, den Plasmaüberstand in ein neutrales Probenröhrchen überführen und ggf. einfrieren.
Klinische Indikation
Die INR ist der WHO-Standard zur Beurteilung einer oralen Antikoagulation mit Cumarin/Marcumar und ersetzt den Quick-Wert. Zudem dient die INR als Globaltest zur Erfassung von Störungen des exogenen Gerinnungssystems und der gemeinsamen Endstrecke (Faktor VII, X, V, II und I) sowie zur Beurteilung der Leberfunktion.
Beurteilung
INR-Abfall nach oraler Vitamin K-Gabe = exogener Mangel. INR-Abfall nach parenteraler Vitamin K-Gabe = Resorptionsstörung. Kein INR-Abfall nach parenteraler Vitamin K-Gabe = Leberzellschaden. Eine erhöhte INR ist bedingt durch einen Vitamin K-Mangel oder den Effekt von Vitamin K-Antagonisten (z.B. Marcumar).
Bemerkungen
Aufgrund der besseren Standardisierbarkeit ist die INR (International Normalized Ratio) dem veralteten Quick-Wert überlegen. Hinweis: Mit abnehmendem Quick-Wert wird die INR größer und umgekehrt. Durch den Einsatz neuer oraler Antikoagulantien (NOAK/DOAK) kann es vorkommen, daß Gerinnungstests gestört und die Ergebnisse entsprechend verfälscht werden. Daher ist es unabdingbar, eine solche Therapie bei der Testanforderung mit anzugeben und ggf. die Blutabnahme unter einer solchen Therapie zeitlich entsprechend zu legen (Talspiegel kurz vor der nächsten Gabe).
Ansatztage/Dauer
MO - FR
Nachforderungsfrist
Keine Nachforderung möglich
Stand
10.09.19