Magnesium im Serum

zurück zur Übersicht
Synonyme Kürzel: MG
Material Serum
Präanalytik Zu lange Stauung täuscht erhöhte Werte vor, da Magnesium zu 33% im Blut eiweißgebunden ist. Hämolyse führt zu falsch erhöhten Magnesiumwerten, da der Magnesiumgehalt in Erythrozyten fast drei mal so hoch ist wie im Plasma.
Klinische Indikation Tetanie, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, Diuretika-Therapie, Therapie mit nephrotoxischen Medikamenten, Alkoholismus, Diabetes, Niereninsuffizienz, Resorptionsstörungen.
Beurteilung Erniedrigt bei renalen Verlusten (Diuretika, nephrotoxische Medikamente, osmotische Diurese bei Diabetes mellitus, erbliche tubuläre Rückresorptionsstörung), gastrointestinale Verluste (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Laxanzien, Malabsorption), verminderter Zufuhr (Malnutrition, Alkoholismus, parenterale Ernährung), Magnesium-Shift in den Intrazellularraum (akute Pankreatitis, Einlagerung in Knochen nach Parathyreoidektomie, Gravidität), endokrinologische Störungen (Hyperaldosteronismus, Hyperparathyreoidismus, Hyperthyreoidismus, diabetische Ketoazidose), Pseudo-Hypomagnesiämie bei niedrigen Albuminwerten. Erhöht bei terminaler Niereninsuffizienz, (Prä)-Eklamspie, Freisetzung aus dem Intrazellularraum (Rhabdomyolyse, Zytostatikatherapie, Verbrennungen, Traumata).
Ansatztage / Dauer MO - FR
Nachforderungsfrist Keine Nachforderung möglich
Stand 2019-07-18