Verwendung des Materials
24h Sammelurin wird in der klinisch-chemischen Diagnostik eingesetzt, insbesondere zur quantitativen Bestimmung von Analyten über einen definierten Zeitraum. Die Sammlung erfolgt grundsätzlich über 24 Stunden, um eine repräsentative Beurteilung der täglichen Ausscheidung zu ermöglichen.
Korrekte Abnahme
Für die Durchführung der Sammlung zu Hause steht eine Patienteninformation zur 24-Stunden-Urin-Sammlung zur Verfügung.
Eine sachgerechte Abnahme ist entscheidend für die Qualität der Untersuchungsergebnisse.
- Sammelzeitraum: Immer 24 Stunden, beginnend am Morgen nach dem ersten Entleeren der Blase. Der erste Morgenurin wird verworfen; alle weiteren Urinportionen, einschließlich der ersten Miktion am folgenden Morgen, werden gesammelt.
- Sammelgefäß: Verwenden Sie ein sauberes, ausreichend großes Sammelgefäß ohne Zusätze (Bezug über das Labor).
- Sammlung: Während der gesamten Sammelzeit jede Blasenentleerung vollständig auffangen, auch in der Nacht.
- Lagerung während der Sammlung: Das Sammelgefäß kühl bei 4–8 °C aufbewahren.
- Nach Ende der Sammlung:
- Sammelzeit (Start und Ende) und Gesamtvolumen dokumentieren.
- Den gesamten Sammelurin gründlich mischen.
- Anschließend eine Probe mittels evakuiertem Urinentnahmesystem (Vacuette) über das Übertragungsröhrchen („Strohhalm“) in das Vakuumröhrchen überführen.
- Röhrchen eindeutig beschriften (Barcode).
- Restlicher Sammelurin kann verworfen werden.
Stabilität und Lagerung
- Zwischenlagerung: Bis zur Abgabe gekühlt bei 4–8 °C lagern. Eine längere Lagerung bei Raumtemperatur ist zu vermeiden, da sie zu Veränderungen empfindlicher Analyte führen kann.
- Das abgefüllte Vakuumröhrchen zusammen mit den Angaben zum Sammelzeitraum und Gesamtvolumen zeitnah an das Labor senden.