Gefrorenes EDTA-Plasma wird für bestimmte Spezialuntersuchungen eingesetzt, z.B. in der Vitaminanalytik, Endokrinologie oder Pharmakokinetik. Es handelt sich um den Überstand zentrifugierten EDTA-Vollbluts, der zur Stabilisierung temperaturempfindlicher Analyte eingefroren wird. Die korrekte Handhabung ist essenziell für valide Ergebnisse.
EDTA-Röhrchen sollten grundsätzlich als letztes in der Reihenfolge der Blutentnahme abgenommen werden, um eine Verschleppung von EDTA in andere Proben zu vermeiden. Achten Sie bitte auf das Haltbarkeitsdatum – abgelaufene Röhrchen können zu unzuverlässigen Ergebnissen führen. Nach der Abnahme ist das Röhrchen mindestens 5-mal sanft über Kopf zu schwenken, um eine gleichmäßige Vermischung mit dem Antikoagulans sicherzustellen (nicht schütteln!). Das Röhrchen sollte vollständig gefüllt sein.
Die Zentrifugation sollte zeitnah nach der Abnahme erfolgen. Anschließend wird der Überstand (EDTA-Plasma) vorsichtig mit einer Einmal-Pipette in ein neutrales Universalröhrchen überführt – nicht abkippen! Es ist darauf zu achten, dass ein ausreichender Abstand zur Zellschicht (buffy coat) eingehalten wird.
Das Universalröhrchen muss mit Patientendaten, Entnahmedatum und dem Materialkennzeichen „EDTA-Plasma“ eindeutig beschriftet werden.
Universalröhrchen können bei Bedarf im Labor angefordert werden.
EDTA Vacuette
EDTA Monovette
Universalröhrchen