Sputumproben dienen der mikrobiologischen und molekularbiologischen Diagnostik von Atemwegserkrankungen, insbesondere bei Verdacht auf bakterielle Infektionen. Als Probengefäß wird ein steriles, auslaufsicheres Schraubdeckelgefäß verwendet. Wichtig ist die Abgrenzung zu Speichel: Nur tiefer bronchialer Auswurf (Sputum) ist diagnostisch verwertbar.
Die Sputumgewinnung sollte möglichst morgens vor dem Zähneputzen und vor der Nahrungsaufnahme erfolgen. Vorab ist ein gründliches Ausspülen des Mundraums mit klarem Wasser notwendig. Der Patient sollte dann tief durchatmen und durch kräftiges Husten Sekret aus der Tiefe der Bronchien lösen und direkt in das sterile Gefäß ausspucken. Die Probe sollte ein Volumen von etwa 1–2 ml haben und möglichst eitrig oder schleimig sein – klare, speichelartige Proben sind oft unzureichend.
Sputumproben sollten rasch – idealerweise innerhalb von 2 Stunden – ins Labor überführt werden. Bei unvermeidbaren Verzögerungen ist eine Zwischenlagerung bei 2–8 °C für maximal 24 Stunden möglich.
Eine korrekte Abnahme und Handhabung sind entscheidend, um kontaminationsfreie und aussagekräftige Befunde zu erhalten.