Citrat-Blut ist Vollblut, dem Natriumcitrat zugesetzt wurde, um die Blutgerinnung durch Bindung von Calciumionen zu hemmen. Es wird vorrangig für Gerinnungsanalysen verwendet, da es eine zuverlässige Bestimmung plasmatischer Gerinnungsparameter ermöglicht. In unserem Labor verwenden wir Citrat-Röhrchen mit einem standardisierten Mischungsverhältnis von 1 Teil Citratlösung auf 9 Teile Blut.
Für eine aussagekräftige Gerinnungsdiagnostik ist eine schonende Blutentnahme essenziell:
Bei Verwendung eines Butterfly-Systems sollte zur Entlüftung zunächst vorab ein Serumröhrchen abgenommen werden. Das Citrat-Röhrchen muss exakt bis zur Markierung gefüllt werden, um das korrekte Mischungsverhältnis sicherzustellen. Achten Sie unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum der Röhrchen – insbesondere Abnahmegefäße mit Vakuum können ihr Vakuum verlieren und sich dann nicht mehr vollständig füllen lassen. Unmittelbar nach der Abnahme ist das Röhrchen sanft über Kopf zu schwenken (nicht schütteln).
Die Citrat-Röhrchen dürfen nicht gekühlt werden – Lagerung erfolgt bei Raumtemperatur (15–25°C). Eine zeitnahe Analyse ist anzustreben, da die Stabilität vieler Gerinnungsparameter begrenzt ist. Hämolytische oder bereits angeronnene Proben sind für Gerinnungstests ungeeignet und führen zu nicht auswertbaren Ergebnissen. Bei einer längeren Lagerung (> 8h) sollte anstelle von Citrat-Blut gefrorenes Citrat-Plasma eingesendet werden
Citrat Vacuette
Citrat Monovette