Gefrorenes Citrat-Plasma wird für spezielle Gerinnungsanalysen und Nachforderungen benötigt, bei denen eine zeitnahe Analyse des frischen Citrat-Bluts nicht möglich ist. Es handelt sich um den Überstand von zentrifugiertem Citrat-Vollblut, der in ein separates Universalröhrchen abpipettiert und eingefroren wird. Dieses Material erlaubt bei korrekter Gewinnung und Lagerung eine stabile Analyse plasmatischer Gerinnungsparameter.
Für eine aussagekräftige Gerinnungsdiagnostik ist eine schonende Blutentnahme essenziell:
Bei Verwendung eines Butterfly-Systems sollte zur Entlüftung zunächst ein Serumröhrchen vorab abgenommen werden. Das Citrat-Röhrchen muss exakt bis zur Markierung gefüllt werden, um das korrekte Mischungsverhältnis sicherzustellen. Achten Sie unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum der Röhrchen – insbesondere Abnahmegefäße mit Vakuum können ihr Vakuum verlieren und sich dann nicht mehr vollständig füllen lassen. Unmittelbar nach der Abnahme ist das Röhrchen sanft über Kopf zu schwenken (nicht schütteln).
Nach der Zentrifugation wird der Überstand (Citrat-Plasma) vorsichtig mit einer Einmal-Pipette in ein neutrales Universalröhrchen
überführt – nicht abkippen! Es ist darauf zu achten, dass der Kontakt zur Leukozyten-Thrombozyten-Schicht (buffy coat) vermieden wird.
Das Universalröhrchen wird mit einem Barcode beklebt und mit vollständigem Patientennamen, Geburtsdatum, und dem Materialkennzeichen „Citrat-Plasma“ beschriftet.
Das vorbereitete Citrat-Plasma wird unmittelbar bei –20 °C eingefroren. Für den Transport ist eine vollständig durchgefrorene Gefrierbox erforderlich. Box und Plasma müssen getrennt über Nacht eingefroren werden. Nur vollständig gefrorene Proben sind für Gerinnungsanalysen geeignet. Aufgetaute oder angetaute Proben sind nicht verwertbar und führen zu fehlerhaften Ergebnissen.
Universalröhrchen und geeignete Gefrierboxen können bei Bedarf im Labor angefordert werden.
Citrat Vacuette
Citrat Monovette
Universalröhrchen
Gefrierbox mit Syroporverpackung